Mehrweg ist Klimaschutz

Jeder weiß, dass mit Mehrwegflaschen das Abfallaufkommen minimiert wird. Aber: was hat Mehrweg mit Klimaschutz zu tun? Die Antwort ist einfach: z.B. bei Wasser in Glas-Mehrwegverpackungen wird durch die häufige Wiederbefüllung und die in der Regel kurzen Transportstrecken von etwa 50 km nur gut die Hälfte des Klimakillers CO2 erzeugt wie für Wasser in Einwegverpackungen aus Plastik. Diese werden über deutlich längere Strecken – 250 km im Durchschnitt – transportiert und zunehmend im vereinheitlichten Discounter-Sortiment vertrieben.

Beim Vergleich von Mehrweg und Einweg geht es aber nicht nur um die Verpackung allein, sondern auch um das Gesamtsystem: Mehrweg ist Lebensgrundlage für regionale kleine und mittelständische Unternehmen wie Brauereien, Saftkeltereien und Mineralbrunnen, die die deutsche Getränkevielfalt ausmachen und weltweit einzigartig sind.

Mehrweg ist Innovation

Mehrwegsysteme existieren seit über 100 Jahren. All diese Erfahrung ist die Grundlage für die Innovationskraft und Kreativität, die ein wesentlicher Teil der heutigen Mehrwegsysteme sind.

So beispielsweise der preisgekrönte Getränkekasten, der mit zwei Mittelgriffen ausgestattet ist. Beim Anheben an diesen Griffen bewirkt ein neuartiger Mechanismus, dass sich der Kasten automatisch in zwei Teile auftrennt. Dadurch entstehen zwei Sechser-Kastenteile, die sich bequem und nicht nur von Kraftprotzen – transportieren lassen. Mittlerweile nutzen viele Brauereien und andere Brunnen teilbare Kastensysteme.

 

Glas-Mehrweg ist Kultur

Die Verpackung ist kein Selbstzweck. Sie soll in bestmöglicher Art die Qualität des Inhalts schützen und den sicheren Transport ermöglichen, so dass Geschmack, Frische und Reinheit erhalten bleiben. Gleichzeitig spielt aber auch die Ästhetik eine wesentliche Rolle beim Genuss der Lebensmittel.

Glas erfüllt all diese Kriterien in einzigartiger Weise und ist deshalb mehr als nur ein Verpackungsmittel. Egal ob Sekt, Bier, ein guter Wein, ein leckerer Saft oder ein Mixgetränk: in Glas abgefüllt bleibt der Geschmack eines jeden Getränkes bestens erhalten. Es ist absolut hygienisch und geschmacksneutral und geht keinerlei Wechselwirkung mit dem Füllgut ein.

Und: Glas ist ein Stück unserer Kultur. Es verbindet Tradition, Innovation und Umweltverträglichkeit.

 

Mehrweg setzt Zeichen

Viele Verbraucher möchten ihre Getränke gerne in Mehrwegflaschen kaufen. Aber häufig ist es schwer, den Unterschied zwischen Mehrweg und Einweg zu erkennen. Zwei Aspekte helfen, Mehrweg von Einweg zu unterscheiden:

1.) Das Mehrweg-Zeichen: Mineralbrunnenbetriebe, Brauereien und Fruchtsafthersteller haben sich eine ganz einfache Lösung ausgedacht: Das Mehrweg-Zeichen. Dieses Zeichen garantiert, dass die Flasche zum umweltfreundlichen Mehrwegsystem gehört. Das Zeichen befindet sich auf dem Etikett von Bier-, Fruchtsaft- und Mineralwasserflaschen. Aktuell nutzen mehr als 100 Unternehmen das Mehrweg-Zeichen.

2.) Das Pfand: Manche Mehrwegsysteme verwenden das Zeichen noch nicht. Hier findet sich aber auf jeden Fall das Wort „Mehrweg“ auf dem Etikett. Außerdem ist der Pfandsatz in der Regel niedriger – z.B. 8 Cent bei Bier und 15 Cent bei Mineralwasser und Saft; im Gegensatz zu 25 Cent bei Einwegverpackungen.